Tillmann Bendikowski hat ein gut lesbares Buch über die unmittelbare Vor- und Anfangsgeschichte des Ersten Weltkriegs geschrieben. Es gelingt ihm gut anhand der ausgewerteten Tagebuchaufzeichnungen von vier Gesellschaftlich völlig unterschiedlichen Menschen die Gefühls- und Gedankenwelt der damals lebenden Menschen aufzuzeigen. Die Gefühlswelt des Kaisers hingegen bleibt Hypothese, die Geschichte im Zusammenhang mit dem Handeln und Wirken des Monarchen bleibt auf Aufzeichnungen von Personen aus dem unmittelbaren Umfeld desselben beschränkt, was dem Werk letztlich aber keinen Abbruch tut.
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